Aktuelles

11.08.2015, 13:36 Uhr
Anfrage zur aktuellen Situation bezüglich der Unterbringung von Asylbewerbern in Römerberg
In einem offenen Brief fragte die CDU-Fraktion nach der aktuellen Situation der Unterbrinung von Asylbewerbern in Römerberg und brachte gleichzeitig ihre Sorgen und Bedenken zum Ausdruck ...
Anfrage zur aktuellen Situation bezüglich der Unterbringung von Asylbewerbern in Römerberg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Scharfenberger,

wie wir erfahren haben, bestehen seitens der Kreisverwaltung konkrete Pläne, ein Anwesen in der Philippsburger Straße anzumieten, um dort zahlreiche Asylbewerber unterzubringen.

Die CDU-Fraktion ersucht hiermit um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen im Rahmen der nächsten Gemeinderatssitzung und bittet um kurze Vorabinformation an die Fraktionsvorsitzenden.

  • Ab wann ist die Unterbringung der Asylbewerber in der Philippsburger Straße geplant?
  • Wie viele Asylbewerber sollen dort untergebracht werden?
  • Gibt es Informationen über die Anteile der Asylbewerber in Bezug auf Geschlecht, Familien und Nationalitäten?
  • Ist gewährleistet, dass die Anwohner durch den Kreis geeignet informiert werden?

Wir möchten entschieden klarstellen, dass wir die Notwenigkeit humanitärer Hilfe sehen und auch bemüht sind, die aufzunehmenden Flüchtlinge bestmöglich zu integrieren. Unsere Mitglieder im „Arbeitskreis Asyl“ – allen voran Käthe Maier – leben dies vor. Auch sehen wir Zwänge, denen das Land und der Kreis ausgesetzt sind. Überall werden derzeit händeringend Unterkünfte gesucht, zwischenzeitlich sogar Zeltlager errichtet oder Turnhallen belegt. Insofern verstehen wir, dass der Kreis jedes Angebot dankbar nutzt.

Gleichwohl möchten wir unsere Sorge zum Ausdruck bringen, dass derzeit bezüglich der Verteilung der Asylbewerber eine Ungleichbehandlung zu Lasten von Römerberg stattfindet. Dies gilt sowohl innerhalb der Verbandsgemeinde als auch innerhalb des Kreises.

Wir bitten um geeignete Weiterleitung unser Bedenken, denn wir wollen vermeiden, dass eine bislang positive Stimmung irgendwann durch eine ungleiche Konzentration innerhalb eines Ortsteils von Römerberg umschlagen könnte.

Auch sehen wir durch eine exorbitante Belastung Römerbergs unsere strategischen Planungen in Bezug auf Kapazitäten von Kindertagesstätten und Grundschulen in Gefahr.

Weiter kann die Betreuung aktuell durch ehrenamtliches Engagement bewältigt werden.  Eine gleichmäßigere Verteilung in Verbandsgemeinde und Kreis würde dies auch für die Zukunft sichern.

Mit freundlichen Grüßen

Für die CDU-Fraktion

Mathias Müller                                                 Römerberg, den 11.08.2015
 

aktualisiert von Mathias Müller, 26.11.2015, 11:52 Uhr

Bürgermeisterwahl in Römerberg